Richtiges Kündigungsschreiben mit Bestätigung

Kündigung
Was ist bei Kündigung zu beachten

Warum sollte man sich das Kündigungsschreiben unbedingt bestätigen lassen? Prinzipiell empfiehlt es sich, das Kündigungsschreiben nicht nur auf dem Postweg und am besten per Einschreiben zu verschicken, sondern auch, sich das Kündigungsschreiben und damit die Wirksamkeit der Kündigung schriftlich bestätigen zu lassen. Dies hat zwei Gründe, zum einen kann man auf diese Weise sicher davon ausgehen, dass die Kündigung ihren Empfänger erreicht und von diesem akzeptiert wurde, zum anderen ist eine Kündigungsbestätigung in einigen Fällen, etwa beim Wechsel der Krankenkasse, Voraussetzung dafür, dass ein neuer Vertrag geschlossen und in Kraft treten kann.

Auch wenn insbesondere größere Unternehmen meist innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der Kündigung automatisch eine Kündigungsbestätigung zusenden, ist es ratsam, einen solchen Hinweis in sein Kündigungsschreiben zu integrieren. Hierzu genügt die Formulierung der Bitte, beispielsweise in Form von “Bitte bestätigen Sie mir den Eingang des Schreibens sowie die Wirksamkeit meiner Kündigung innerhalb von 14 Tagen in schriftlicher Form.“. Eine richtige und damit wirksame und erfolgreiche Kündigung enthält die Empfänger- und Absenderdaten, Ort und Datum, Kunden-, Vertrags- oder Policennummer, das Textfeld sowie eine handschriftliche Unterschrift.

Es ist überdies ratsam, eine erteilte Einzugsermächtigung zu widerrufen sowie eine Bankverbindung anzugeben, an die bereits bezahlten Prämien erstattet werden sollen und sich auch dies schriftlich bestätigen zu lassen. Entscheidendes Kriterium bei einer fristgerechten Kündigung ist die Einhaltung der Kündigungsfristen, da sich der Vertrag ansonsten meist automatisch um eine weitere Vertragslaufzeit verlängert. Bei einer fristlosen Kündigung muss darüber hinaus ein wichtiger Grund benannt werden, aus dem sich ergibt, weshalb die Vertragsbeziehung nicht mehr zumutbar ist.

Für die Wirksamkeit der Kündigung ist das Datum des Einganges relevant, nicht wann das Schreiben verfasst wurde. Zudem muss der Kündigende nachweisen, dass er die Kündigung ausgesprochen hat, wenn diese den Gekündigten nicht oder nicht vor Beginn der Frist erreicht. Dies ist jedoch in aller Regel nur dann möglich, wenn das Kündigungsschreiben per Einschreiben verschickt wurde.