Kündigungsschreiben Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber

Kündigungsschreiben Arbeitsvertrag vom ArbeitgeberKündigt ein Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag, unterscheidet man grundsätzlich zwischen einer fristlosen Kündigung, die allerdings das letzte Mittel ist, in der Regel mindestens eine schriftliche Abmahnung erfordert sowie einer Zustimmung durch den Betriebsrat bedarf, und einer fristgerechten Kündigung. Eine fristgerechte Kündigung kann aus personenbedingten, verhaltensbedingten oder betriebsbedingten Gründen erfolgen. Eine Kündigung des Arbeitgebers ist immer dann notwendig, wenn der Arbeitnehmer durch seine Person oder durch sein Verhalten wiederholt den Betriebsablauf stört oder eine Weiterbeschäftigung aufgrund der Markt- und Betriebssituation nicht mehr möglich ist.

Der Arbeitgeber muss die Kündigung bei einer fristgerechten Kündigung jedoch nicht begründen, auch nicht auf Anfrage hin. Nachfolgend ein Beispiel für eine ordentliche Kündigung:


Generator: Kündigungsschreiben Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber

Anrede:

  Sehr geehrte Frau [Name],

  Sehr geehrter Herr [Name],

Kündigungserklärung:

  unter Berücksichtigung der arbeitsvertraglichen Frist kündigen wir hiermit das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis ordentlich zum [Datum].

  hiermit kündigen wir den mit Ihnen geschlossenen Arbeitsvertrag vom [Datum] ordentlich und fristgerecht zum [Datum]. Für den Fall, dass die Kündigungsfrist zu diesem Termin nicht gewahrt sein sollte, kündigen wir Hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

  den mit Ihnen am [Datum] geschlossenen Arbeitsvertrag kündigen wir hiermit ordentlich und fristgerecht zum [Datum].

  hiermit kündigen wir das mit Ihnen seit dem [Datum] bestehende Arbeitsverhältnis. Die Kündigung erfolgt ordentlich und unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist. Damit endet das Arbeitsverhältnis mit Ablauf des [Datum].

  hiermit kündigen wir den mit Ihnen geschlossenen Arbeitsvertrag vom [Datum] fristlos. Für den Fall, dass eine außerordentliche Kündigung wider Erwarten nicht zulässig sein sollte, sprechen wir rein vorsorglich und Hilfsweise die ordentliche Kündigung zum nächstmöglichen Termin aus.

Begründung:  

  Die Gründe für unsere Kündigung sind Ihnen bekannt.

  Die Gründe für unsere Entscheidung haben wir Ihnen im persönlichen Gespräch erläutert.

  Die Kündigung begründet sich betriebsbedingt. Der massive Rückgang an Aufträgen hat das Unternehmen in eine ernste wirtschaftliche Situation gebracht. Wir haben versucht, der Negativentwicklung durch Kurzarbeit und vorübergehende Beurlaubungen entgegenzuwirken. Leider waren unsere Bemühungen nur bedingt erfolgreich. Deshalb sehen wir uns nun gezwungen, innerbetrieblich umzustrukturieren und die Mitarbeiterzahl dauerhaft zu reduzieren. Von diesem unumgänglichen Stellenabbau ist leider auch Ihr Arbeitsplatz betroffen. Wir haben eingehend und sorgfältig geprüft, ob wir Sie an anderer Stelle weiterbeschäftigen können. Doch auch diese Möglichkeit ist leider nicht gegeben. Daher müssen wir zu unserem Bedauern eine betriebsbedingte Kündigung aussprechen.

  Sowohl die außerordentliche als auch die ordentliche Kündigung begründen sich in Ihrem wiederholten Fehlverhalten. So haben/sind Sie [schildere hier das Fehlverhalten mit konkreten Angaben und Daten; z.B. am …, am … und am … unentschuldigt gefehlt; am … und am … lautstarke Auseinandersetzungen mit Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden geführt; sich Anweisungen widersetzt und dadurch die Betriebsabläufe erheblich gestört, alkoholisiert zur Arbeit erschienen usw.] Deswegen haben wir Sie am … mündlich und am … schriftlich abgemahnt. Trotz der Abmahnungen haben Sie Ihr Fehlverhalten nicht abgestellt. Stattdessen kam es am … zum Wiederholungsfall: [schildere, was genau passiert ist]. Ein solches Fehlverhalten können und wollen wir nicht dulden. Zudem ist die Vertrauensbasis, die für ein Arbeitsverhältnis notwendig ist, nicht mehr gegeben.

Resturlaub, Arbeitszeugnis und Rückgabe der Arbeitsmittel:  

  Ihr verbliebener Urlaubsanspruch beträgt [Anzahl] Tage. Diesen Urlaub gewähren wir Ihnen innerhalb der Kündigungsfrist. Dadurch datiert sich Ihr letzter Arbeitstag auf den [Datum].

  Bis zum Ablauf der Kündigungsfrist stehen Ihnen [Anzahl] Tage Urlaub zu, die wir Ihnen während der Kündigungsfrist erteilen. Daraus ergibt sich der [Datum] als Ihr letzter Arbeitstag. Sofern auf Ihrem Arbeitszeitkonto Überstunden vorhanden sind, werde Ihnen diese zusammen mit der letzten Entgeltzahlung ausbezahlt.

  Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis und Ihre Arbeitspapiere lassen wir Ihnen unaufgefordert und rechtzeitig auf dem Postweg zukommen.

  Ihre Unterlagen und ein qualifiziertes Arbeitszeugnis werden Ihnen zeitnah und unaufgefordert ausgehändigt.

  Firmengegenstände und Arbeitsmittel, die Ihnen überlassen wurden, bitten wir bis zum [Datum] während der üblichen Bürozeiten zurückzugeben.

  Gegenstände, Arbeitsmittel und Unterlagen des Unternehmens, die Ihnen zur Verfügung gestellt wurden, geben Sie bitte innerhalb von [Zahl] Wochen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zurück.

  Die Rückgabe von unternehmenseigenen Gegenständen und Arbeitsmitteln erwarten wir bis zum [Datum].

Hinweis auf Betriebsrat:

  Wir haben den Betriebsrat über unsere Entscheidung unterrichtet. Er hat der Kündigung zugestimmt, seine Stellungnahme liegt diesem Kündigungsschreiben bei.

  Der Betriebsrat wurde ordnungsgemäß zu der Kündigung gehört und hat seine Zustimmung erteilt. Die Stellungnahme des Betriebsrats finden Sie in der Anlage.

  Der Betriebsrat wurde vor Ausspruch der Kündigung gehört. Er hat Bedenken geäußert/der Kündigung widersprochen. Eine Ausfertigung seiner Stellungnahme erhalten Sie zusammen mit diesem Schreiben

  Der Betriebsrat hat der außerordentlichen und Hilfsweise einer ordentlichen Kündigung zugestimmt.

Hinweis auf Meldepflicht:

  Wir machen Sie auf Ihre Meldepflicht bei der Agentur für Arbeit aufmerksam: Mit Zugang dieses Schreibens sind Sie verpflichtet, sich arbeitsuchend zu melden. Eine verspätete Meldung kann Ihre Ansprüche auf Arbeitslosengeld mindern.

  Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Sie sich unverzüglich an die Agentur für Arbeit wenden und arbeitsuchend melden müssen. Kommen Sie Ihrer Meldepflicht nicht oder verspätet nach, kann dies eine Minderung Ihrer Arbeitslosengeldansprüche zur Folge haben.

  Bitte beachten Sie, dass Sie sich umgehend bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend melden müssen. Erfolgt Ihre Meldung nicht oder verspätet, müssen Sie mit einer Kürzung Ihres Arbeitslosengeldes rechnen.

Danksagung:

  Vielen Dank für Ihre Mitarbeit. Für Ihren weiteren Weg und Ihre berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

  Wir bedanken uns für Ihr Engagement und die Zusammenarbeit. Bitte seien Sie versichert, dass uns diese Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Für Ihren weiteren beruflichen Weg wünschen wir Ihnen viel Erfolg und für Ihre persönliche Zukunft alles Gute.

  Wir möchten nochmals betonen, dass wir diesen leider unumgänglichen Schritt bedauern. Für Ihre Mitarbeiter bedanken wir uns und wünschen Ihnen beruflich wie privat alles Gute.

Grußformel:

  Mit freundlichen Grüßen [Unterschrift]

  Mit freundlichem Gruß [Unterschrift]


 

Weitere Kündigungsschreiben Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber


Arbeitgeber
Personalabteilung / Ansprechpartner
Anschrift
PLZ Ort
Ort, Datum

Vorname Nachname
Anschrift
PLZ Ort
Personalnummer

 

Kündigung des am xx.xx.xx geschlossenen Arbeitsverhältnisses

 

hiermit kündigen wir Ihnen das o.g. Arbeitsverhältnis unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Frist zum xx.xx.xx.

Die Kündigung ist aus betriebsbedingten Gründen notwendig. Starke Auftragsrückgänge in den vergangenen Monaten haben zu einem verringerten Mitarbeiterbedarf geführt. Da wir keine Möglichkeit sehen, Sie an einem anderen, Ihrer Position entsprechenden Arbeitsplatz zu beschäftigen, sehen wir uns leider in der Situation, die Kündigung aussprechen zu müssen.

Vor Ausspruch der Kündigung wurde der Betriebsrat ordnungsgemäß von unserer Entscheidung unterrichtet und hat dieser zugestimmt. Die Stellungsnahme des Betriebsrates erhalten Sie mit diesem Schreiben.

Wir bedauern diese Entscheidung sehr, bedanken uns für Ihre Mitarbeit und wünschen Ihnen auf Ihrem weiteren Weg und für Ihre berufliche Zukunft alles Gute.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Hinweis: Eine außerordentliche Kündigung hingegen muss einen schwerwiegenden Grund enthalten. Hierzu folgende Muster Kündigung:

Hiermit kündigen wir das o.g. Arbeitsverhältnis fristlos, rein vorsorglich zusätzlich ordentlich zum xx.xx.xx.

Sie haben Geldmittel in Höhe von xxx aus der Ihnen anvertrauten Kasse entnommen und diesen Vorfall in einem Gespräch mit Herr xx am xx.xx.xx eingeräumt. Damit ist die notwendige Vertrauensbasis für das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben.

Der Betriebrat wurde ordnungsgemäß unterrichtet und hat sowohl der außerordentlichen als auch der ordentlichen Kündigung zugestimmt. Die Stellungnahme hierzu erhalten Sie mit diesem Schreiben.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Die Voraussetzungen für eine wirksame Kündigung durch den Arbeitgeber

Zunächst einmal gibt es zwei Grundregeln, die bei jeder Kündigung eingehalten werden müssen:

1. ) Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Wenn Du einen Mitarbeiter entlassen willst oder musst, geht das nur per Kündigungsschreiben. Dieses Schreiben musst Du als Chef unterschreiben. Erteilst Du einem Dritten die Berechtigung, die Kündigung zu verfassen und zu unterschreiben, muss dem Kündigungsschreiben eine entsprechende Vollmacht beiliegen. Eine Kündigung ohne Unterschrift, eine Kündigung per Fax, E-Mail oder SMS und eine mündliche Kündigung sind nicht wirksam.

2.) Der Arbeitnehmer muss die Kündigung bekommen. Im Zweifel musst Du außerdem nachweisen, dass der Arbeitnehmer die Kündigung erhalten hat. Am besten ist daher, wenn Du die Kündigung persönlich und mit einem Zeugen überreichst, sie per Bote überbringen lässt oder sie als Einschreiben mit Rückschein verschickst. Du kannst den Arbeitnehmer auch dazu auffordern, den Zugang der Kündigung durch seine Unterschrift zu bestätigen. Der Arbeitnehmer ist dazu aber nicht verpflichtet. Und seine Bestätigung spielt für die Wirksamkeit keine Rolle. Entscheidend ist nur, dass Du im Ernstfall nachweisen kannst, dass und wann der Mitarbeiter die Kündigung bekommen hat.

Was den Inhalt angeht, so muss zunächst klar und unmissverständlich hervorgehen, dass das Arbeitsverhältnis beendet werden soll. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, solltest Du auf höfliche Umschreibungen oder gutgemeinte Worte besser verzichten. Schreibe lieber eindeutig, dass es sich bei Deinem Schreiben um eine Kündigung handelt. Außerdem muss der Mitarbeiter aus dem Kündigungsschreiben entnehmen können, wann das Arbeitsverhältnis endet. Dabei musst Du aber keinen konkreten Termin nennen, sondern kannst auch zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen.

Begründen musst Du die Kündigung grundsätzlich nicht. Du brauchst zwar einen Kündigungsgrund. Dies gilt vor allem dann, wenn der Arbeitnehmer unter dem Schutz des Kündigungsschutzgesetzes steht. Dieser Grund kann betriebsbedingt, personenbedingt oder verhaltensbedingt sein. Im Kündigungsschreiben selbst musst Du den Grund aber nicht nennen. Trotzdem ist es oft ratsam, die Kündigung gleich zu begründen. So weiß der Arbeitnehmer, was Sache ist. Kündigst Du außerordentlich, bist Du dazu verpflichtet, dem Arbeitnehmer die Gründe unverzüglich mitzuteilen, wenn er Dich dazu auffordert. Möchtest Du den Arbeitnehmer von der Arbeit freistellen oder ihm seinen Resturlaub während der Kündigungsfrist erteilen, kannst Du dies im Kündigungsschreiben angeben. In dem Schreiben solltest Du den Arbeitnehmer außerdem auf seine Meldepflicht bei der Agentur für Arbeit hinweisen. Gibt es einen Betriebsrat, solltest Du auch angeben, dass dieser gehört wurde und wie er entschieden hat.